Propan-Kälteanlagen und Kaltwassersätze mit R290

energieeffizient und umweltfreundlich

Die Anforderungen an bestehende Kälteanlagen verändern sich durch die F-Gase-Verordnung rasant. Die Folge: steigende Energiekosten und der Wunsch nach einer zukunftssicheren Lösung führen dazu, dass immer mehr Unternehmen auf natürliche Kältemittel setzen. Eine der gefragtesten Alternativen ist dabei R290, besser bekannt als Propan.

Propan-Kälteanlagen und Kaltwassersätze mit dem Kältemittel R290 verbinden ein sehr geringes Treibhauspotenzial mit hoher Energieeffizienz. Was im ersten Moment sehr technisch klingt hat aber einen sehr entscheidenden Vorteil. Diese Anlage profitiert bereits heute von einer Lösung, die die Bestimmungen kommender Jahre berücksichtigt und langfristige Investitionssicherheit schafft. Wir erklären Ihnen kurz, warum.

Dank seines niedrigen GWP-Werts und seiner guten thermodynamischen Eigenschaften zählt Propan zu den wichtigsten natürlichen Kältemitteln für moderne Kälteanlagen und Luft-Wasser-Wärmepumpen. Ob Industrie, Gewerbe, Bürogebäude, Logistikzentrum oder öffentliche Einrichtung: R290 eignet sich für zahlreiche Anwendungen, bei denen zuverlässige Kälte- oder Wärmeversorgung gefragt ist.

Sie planen eine neue Kälteanlage oder möchten bestehende Systeme modernisieren?

Warum immer mehr Unternehmen auf R290 setzen

Wer heute in eine neue Kälteanlage oder einen Kaltwassersatz investiert, denkt nicht nur an die aktuelle Leistung. Entscheidend ist auch, ob die Lösung in 5, 10 oder 15 Jahren noch wirtschaftlich und zukunftssicher betrieben werden kann.

Genau deshalb gewinnt das natürliche Kältemittel R290 zunehmend an Bedeutung. Während viele klassische Kältemittel wie R404A von strengeren Vorgaben der F-Gase-Verordnung betroffen sind, setzt Propan auf ein natürliches Kältemittel mit einem GWP-Wert von nur 3. Das Treibhauspotenzial liegt damit deutlich unter dem vieler herkömmlicher Kältemittel.

Für Unternehmen bedeutet das vor allem eines: mehr Planungssicherheit. Wer heute auf R290 setzt, entscheidet sich für eine Lösung, die auf die Entwicklungen der kommenden Jahre vorbereitet ist.

Wann lohnt sich eine Propan-Kälteanlage?

Bei:

✔ Neubau

✔ Ersatz alter R404A-Anlagen

✔ steigenden Energiekosten

✔ Nachhaltigkeitsziele

✔ langfristige Investitionsplanung

Beispielrechnung: R404A-Bestandsanlage im Vergleich zu R290

Angenommen, Ihr Unternehmen betreibt eine Kälteanlage mit:

  • 100 kW Kälteleistung
  • 2.000 Betriebsstunden pro Jahr
  • Strompreis: 0,17 €/kWh
  • bestehende Anlage mit R404A
  • neue R290-Anlage mit 12 % höherer Energieeffizienz
  • 10 kg Kältemittel-Nachfüllung im Servicefall
Position R404A-Bestandsanlage R290-Anlage
Kältebedarf pro Jahr 200.000 kWh 200.000 kWh
Strombedarf pro Jahr 66.667 kWh 58.667 kWh
Stromkosten pro Jahr 11.333 € 9.973 €
Kältemittelpreis Beispiel 51 €/kg 11 €/kg
Kosten bei 10 kg Nachfüllung 510 € 110 €
CO₂-Äquivalent bei 10 kg 39,22 t CO₂e 0,03 t CO₂e
Mögliche jährliche Ersparnis Strom ca. 1.360 €
Ersparnis bei 10 kg Nachfüllung ca. 400 €

 

In diesem Beispiel entsteht der Vorteil der R290-Anlage nicht nur durch eine höhere Energieeffizienz. Auch die Kältemittelkosten im Servicefall können deutlich niedriger ausfallen. Hinzu kommen die höhere Zukunftssicherheit und das geringere Risiko durch die F-Gase-Verordnung.

Wichtiger Hinweis: Die Werte dienen als vereinfachtes Rechenbeispiel. Tatsächliche Kosten hängen von Anlage, Laufzeit, Strompreis, Kältemittelpreisen, Serviceaufwand und Betriebsbedingungen ab. Die genannten Kältemittelpreise sind Beispielwerte und sollten im konkreten Projekt mit aktuellen Einkaufspreisen geprüft werden.

Ihre Vorteile mit einer Propan-Kälteanlage auf einen Blick

Wer heute in eine neue Kälteanlage oder einen Kaltwassersatz investiert, trifft eine Entscheidung für viele Jahre. Neben Leistung und Zuverlässigkeit spielen deshalb Themen wie Energieeffizienz, Investitionssicherheit und zukünftige gesetzliche Vorgaben eine immer größere Rolle.

Genau hier bieten Propan-Kälteanlagen mit dem natürlichen Kältemittel R290 entscheidende Vorteile.

Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick

✔ Natürliches Kältemittel mit GWP-Wert 3

✔ Hohe Energieeffizienz in vielen Anwendungen

✔ Zukunftssichere Alternative zu zahlreichen F-Gasen

✔ Langfristige Investitions- und Planungssicherheit

✔ Geeignet für Kälteanlagen, Kaltwassersätze und Wärmepumpen

✔ Unterstützung von Nachhaltigkeits- und Klimazielen

R290: Das natürliche Kältemittel Propan

R290 ist die technische Bezeichnung für das natürliche Kältemittel Propan. Natürliches Kältemittel, denn es entsteht hauptsächlich:

  • bei der Erdgasförderung
  • bei der Erdölverarbeitung (Raffinerien)

Und gehört damit zu den sogenannten Kohlenwasserstoffen.

Synthetische Kältemittel wie R404A, R410A, R407C, R32 oder R134a. Diese werden in chemischen Produktionsanlagen hergestellt. Dabei werden Kohlenwasserstoffe gezielt chemisch verändert und beispielsweise mit Fluor-Atomen versehen. Dadurch entstehen sogenannte:

  • HFKW (teilfluorierte Kohlenwasserstoffe)
  • HFO (teilfluorierte Olefine)

Genau deshalb spricht man bei vielen dieser Stoffe von fluorierten Treibhausgasen (F-Gasen).

Mit einem GWP-Wert von nur 3 zählt R290 zu den klimafreundlichsten Kältemitteln im Bereich der gewerblichen Kälte- und Klimatechnik. Zum Vergleich: Das häufig eingesetzte Kältemittel R404A erreicht einen GWP-Wert von 3.922.

Neben seinem niedrigen GWP-Wert überzeugt R290 zudem durch seine guten thermodynamischen Eigenschaften. Diese ermöglichen in vielen Anwendungen einen energieeffizienten Betrieb und machen das Kältemittel sowohl für bestehende und moderne Kälteanlagen als auch für Kaltwassersätze und Luft-Wasser-Wärmepumpen mehr als interessant.

Die wichtigsten Eigenschaften von R290

Eigenschaft R290 (Propan)
Kältemittelklasse Natürliches Kältemittel
GWP-Wert 3
Ozonabbaupotenzial (ODP) 0
Energieeffizienz Sehr hoch
Zukunftssicherheit Sehr hoch
Einsatzbereiche Kälteanlagen, Kaltwassersätze, Wärmepumpen

Sie möchten wissen, ob sich R290 auch für Ihre Anlage wirtschaftlich lohnt?

R290 im Vergleich zu anderen Kältemitteln

Nicht jedes Kältemittel hat die gleichen Auswirkungen auf Umwelt, Betrieb, Zukunftssicherheit und den Geldbeutel des Unternehmens. Ein entscheidender Unterschied liegt im sogenannten GWP-Wert (Global Warming Potential). Dieser Wert beschreibt das Treibhauspotenzial eines Kältemittels im Vergleich zu Kohlendioxid (CO₂).

Je niedriger der GWP-Wert, desto geringer ist die Klimawirkung des Kältemittels. Gleichzeitig sind Kältemittel mit hohem GWP-Wert stärker von den Reduzierungszielen der F-Gase-Verordnung betroffen.

Vergleich der GWP-Werte

Wo kommen Propan-Kälteanlagen zum Einsatz?

Propan-Kälteanlagen und Kaltwassersätze mit R290 kommen heute in zahlreichen gewerblichen und industriellen Anwendungen zum Einsatz. Je nach Branche stehen dabei unterschiedliche technische Vorgaben im Vordergrund – von der zuverlässigen Prozesskühlung über die Gebäudeklimatisierung bis hin zur energieeffizienten Wärmeversorgung.

Typische Einsatzbereiche für R290-Anlagen

Anwendungsbereich Typische Anforderungen
Industrie Prozesskühlung, Produktionssicherheit, Energieeffizienz
Produktion Konstante Temperaturen für Maschinen und Prozesse
Logistikzentren Zuverlässige Kühlung großer Flächen
Lebensmittelindustrie Kühl- und Tiefkühlprozesse
Büro- und Gewerbegebäude Klimatisierung und Gebäudekühlung
Krankenhäuser und öffentliche Einrichtungen Hohe Betriebssicherheit
Rechenzentren Effiziente Wärmeabfuhr und Kühlung
Luft-Wasser-Wärmepumpen Nachhaltige Wärmeversorgung
Kaltwassersätze Kühlung von Gebäuden und technischen Anlagen

 

 

Sie sind unsicher, ob R290 für Ihre Anwendung geeignet ist? Wir beraten Unternehmen aus Industrie, Gewerbe, Logistik und Gebäudetechnik bei der Auswahl zukunftssicherer Kälte- und Wärmelösungen.

Sicherheit bei R290-Anlagen

Ja. Moderne Propan-Kälteanlagen werden nach eindeutig definierten technischen Regeln geplant, installiert und betrieben. Obwohl R290 zu den brennbaren Kältemitteln gehört, ist der sichere Einsatz heute in zahlreichen gewerblichen und industriellen Anwendungen längst etablierter Standard.

Entscheidend ist, dass die Anlage fachgerecht von einer spezialisierten Fachfirma ausgelegt wird. Dabei werden unter anderem die Kältemittelfüllmenge, der Aufstellungsort, die Belüftung sowie die geltenden Sicherheitsanforderungen berücksichtigt.

Sicherheit durch eindeutige technische Vorgaben

Für Planung, Installation und Betrieb gelten unter anderem die Regelungen der DIN EN 378 sowie weitere technische Regeln und Normen. Diese definieren beispielsweise Richtlinien an:

✔ Aufstellung der Anlage

✔ Sicherheitsabstände

✔ Belüftung von Technikräumen

✔ Leckageerkennung

✔ Elektrische Komponenten

✔ Wartung und Betrieb

Propan-Kälteanlagen werden weltweit in Industrie, Gewerbe, Logistikzentren, Bürogebäuden und Produktionsbetrieben eingesetzt. Bei fachgerechter Planung lassen sich die Vorteile eines natürlichen Kältemittels mit hohen Sicherheitsstandards verbinden.

Für Unternehmen bedeutet das: Nicht das Kältemittel allein entscheidet über die Sicherheit einer Anlage, sondern die fachgerechte Planung, Installation und Wartung durch erfahrene Kältetechnik-Spezialisten wie Roter Kältetechnik.

Warum Roter Kältetechnik?

Die Umstellung auf natürliche Kältemittel wie R290 erfordert Erfahrung, Fachwissen und eine sorgfältige Planung. Genau darauf können Sie sich bei Roter Kältetechnik verlassen. Seit 1932 unterstützen wir Unternehmen bei anspruchsvollen Kälte- und Klimatechnikprojekten. Mit mehr als 30 Mitarbeitenden am Standort Garbsen bei Hannover begleiten wir unsere Kunden von der ersten Beratung über die Planung bis zur langfristigen Betreuung ihrer Anlagen.

Besonders im Bereich der Umstellung von F-Gasen auf natürliche Kältemittel gehören wir zu den erfahrenen Ansprechpartnern für Unternehmen in Hannover, Niedersachsen und darüber hinaus. Dabei stehen für uns nicht nur technische Anforderungen im Fokus, sondern vor allem wirtschaftliche und zukunftssichere Lösungen für unsere Kunden.

Projektbeispiel

Ausgangssituation: Ein Unternehmen im Raum Hannover betrieb seine Prozess- und Hallenkühlung über einen luftgekühlten Kaltwassersatz mit dem Kältemittel R404A (GWP 3.922).

Problem: Die in die Jahre gekommene Anlage (fester Drehzahl-Verdichter) verursachte hohe Stromkosten im Dauerbetrieb. Hinzu kam der regulatorische Druck: Die F-Gas-Verordnung schränkt R404A weiter ein, Nachfüllen wird teuer und perspektivisch unmöglich.

Lösung: Roter Kältetechnik rüstete die Anlage auf einen R290-Kaltwassersatz (Propan, GWP 3) mit invertergeregeltem Scroll-Verdichter und EC-Ventilatoren

Ergebnis:

  • rund 35 % geringerer Stromverbrauchdurch Invertertechnik und bessere Teillast-Effizienz
  • ca. 30 t CO₂e pro Jahr eingespart— kombiniert aus geringerem Stromverbrauch und dem Wegfall des hochwirksamen R404A
  • zukunftssichere Lösungmit natürlichem Kältemittel, F-Gas-konform über 2050 hinaus

Rechengrundlage:

Beispielanlage 120 kW Kälteleistung, ca. 4.000 Volllaststunden/Jahr (Dauerbetrieb):

Stromverbrauch

  • Alt R404A, SEER ~3,0 → ~160.000 kWh/a
  • Neu R290-Inverter, SEER ~4,6 → ~104.000 kWh/a
  • ~56.000 kWh/a gespart ≈ 35 %

CO₂e — zwei Komponenten:

  1. Strom: 56.000 kWh × 0,363 kg (dt. Strommix 2024) ≈ 20 t CO₂e/a
  2. F-Gas/Leckage: R404A-Füllung ~35 kg, Leckrate ~8 %/a = 2,8 kg × GWP 3.922 ≈ 11 t CO₂e/a (entfällt komplett)
  • gesamt ~30 t CO₂e/a

 

Ihre Vorteile auf einen Blick

✔ Über 80 Jahre Erfahrung in der Kälte- und Klimatechnik

✔ Mehr als 30 Mitarbeitende am Standort Garbsen bei Hannover

✔ Spezialisiert auf die Umstellung von F-Gasen auf natürliche Kältemittel

✔ Planung, Installation und Service aus einer Hand

✔ Langfristige Betreuung von Industrie- und Gewerbekunden

✔ Persönliche Ansprechpartner statt anonymer Hotlines

FAQ

Ist R290 dasselbe wie Propan?

Ja. R290 ist die technische Bezeichnung für Propan, wenn es als Kältemittel verwendet wird. Die Bezeichnung stammt aus der internationalen Nomenklatur für Kältemittel und wird in technischen Unterlagen, Normen und Herstellerangaben verwendet. Beide Begriffe beschreiben denselben Stoff.

Welche Vorteile hat R290 gegenüber R32?

Der größte Unterschied liegt im Treibhauspotenzial. Während R32 einen GWP-Wert von 675 besitzt, liegt dieser bei R290 bei nur 3. Darüber hinaus überzeugt Propan durch eine hohe Energieeffizienz und langfristige Zukunftssicherheit. Für viele Unternehmen ist R290 deshalb eine interessante Alternative, wenn eine neue Kälteanlage, ein Kaltwassersatz oder eine Wärmepumpe geplant wird.

Ist R290 von der F-Gase-Verordnung betroffen?

R290 gehört nicht zu den fluorierten Treibhausgasen (F-Gasen). Daher ist das natürliche Kältemittel deutlich weniger von den Einschränkungen und Reduzierungszielen der F-Gase-Verordnung betroffen als viele synthetische Kältemittel. Dennoch gelten für Planung, Installation und Betrieb selbstverständlich die jeweiligen technischen und sicherheitsrelevanten Vorschriften.

Für welche Kälteanlagen eignet sich R290?

R290 eignet sich für zahlreiche gewerbliche und industrielle Anwendungen. Dazu gehören unter anderem Kaltwassersätze, Prozesskühlung, Klimaanlagen, Luft-Wasser-Wärmepumpen sowie Kälteanlagen in Industrie, Logistik, Lebensmittelproduktion und Gebäudetechnik. Ob eine Anlage mit R290 sinnvoll ist, hängt von den jeweiligen Leistungsanforderungen und Einsatzbedingungen ab.

Gibt es Förderungen für R290-Anlagen?

Unter bestimmten Voraussetzungen können Investitionen in energieeffiziente Kälte- und Wärmetechnik gefördert werden. Entscheidend ist dabei meist nicht das Kältemittel allein, sondern die erzielte Energieeinsparung, die Anlageneffizienz oder die Reduzierung von Treibhausgasemissionen.

Da R290 als natürliches Kältemittel mit sehr geringem GWP-Wert gilt und in vielen Anwendungen eine hohe Energieeffizienz ermöglicht, erfüllen entsprechende Anlagen häufig wichtige Voraussetzungen aktueller Förderprogramme.

Welche Fördermöglichkeiten konkret infrage kommen, hängt unter anderem von der Art der Anlage, dem Einsatzbereich und dem jeweiligen Förderprogramm ab. Eine individuelle Prüfung lohnt sich insbesondere bei größeren Investitionen in Kälteanlagen, Kaltwassersätze oder Wärmepumpen. Siehe dazu unser BEG-Förderrechner für Wärmepumpen.

Kann eine bestehende Anlage auf R290 umgerüstet werden?

Das hängt von der jeweiligen Anlage ab. Da R290 ein brennbares Kältemittel ist, müssen bei einer Umrüstung verschiedene technische und sicherheitsrelevante Anforderungen berücksichtigt werden. In vielen Fällen ist eine direkte Umrüstung nicht wirtschaftlich oder technisch sinnvoll. Eine individuelle Prüfung zeigt, ob eine Umrüstung möglich ist oder eine Neuanlage die bessere Lösung darstellt.

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