GWP-Rechner für Kältemittel
CO₂-Äquivalent (CO₂e) einfach berechnen
Mit diesem GWP-Rechner bzw. F-Gase-Rechner berechnen Sie schnell und einfach das CO₂-Äquivalent (CO₂e) Ihrer Kälteanlage, Klimaanlage oder Wärmepumpe. Bereits geringe Kältemittelfüllmengen können aufgrund hoher GWP-Werte erhebliche Auswirkungen auf das CO₂-Äquivalent und damit auf die Vorgaben der F-Gas-Verordnung haben.
Der Rechner unterstützt Sie dabei, Ihre relevanten Schwellenwerte sofort zu prüfen und eine erste Einschätzung zu möglichen Betreiberpflichten zu erhalten. Dazu gehören beispielsweise Dichtheitsprüfungen, Dokumentationspflichten oder weitere gesetzliche Vorgaben für Anlagen mit fluorierten Kältemitteln.
Berechnen Sie das CO₂-Äquivalent Ihres Kältemittels sofort online – kostenlos und ohne Registrierung. So erhalten Sie schnell Klarheit darüber, ob für Ihre Anlage Handlungsbedarf besteht und welche Vorschriften auf Sie zukommen können.
F-Gas CO₂e-Rechner/GWP-Rechner für Kältemittel
Berechnen Sie das CO₂-Äquivalent und die Prüfpflichten nach F-Gasverordnung
Was berechnet der GWP-Rechner?
Dieser GWP-Rechner/ F-Gase-Rechner berechnet das CO₂-Äquivalent (CO₂e) von jedem gängigen Kältemittel. Dafür wird die Kältemittelfüllmenge mit dem GWP-Wert (Global Warming Potential) des von Ihnen genutzten Kältemittels multipliziert. Oder noch deutlich trockener gesagt: Der GWP-Wert (Global Warming Potential) beschreibt das Treibhauspotenzial eines Kältemittels und bildet die Grundlage für die Berechnung des CO₂-Äquivalents.
Wichtig ist aber das Ergebnis zeigt, welcher Menge an Kohlendioxid die Klimawirkung des Kältemittels entspricht. Das Ihnen anschließend angezeigte und berechnete CO₂-Äquivalent-Ergebnis dient als Grundlage für verschiedene Auflagen der F-Gas-Verordnung, wie zum Beispiel die Betreiberpflichten.

CO₂-Äquivalent berechnen: Formel und Beispiel
Das CO₂-Äquivalent (CO₂e) ergibt sich aus der Kältemittelfüllmenge und dem GWP-Wert des verwendeten Kältemittels. Folgende Formel wird dafür verwendet.
Formel:
CO₂-Äquivalent (CO₂e) = Kältemittelfüllmenge (kg) × GWP-Wert
Sie benötigen ein Beispiel?
Ihre Klimaanlage enthält 5 kg R410A. Der GWP-Wert von R410A beträgt 2.088.
Berechnung:
5 kg × 2.088 = 10.440 kg CO₂e
Das entspricht 10,44 Tonnen CO₂-Äquivalent und bedeutet, je höher der GWP-Wert eines Kältemittels ist, desto höher fällt bei gleicher Füllmenge das CO₂-Äquivalent aus.
| Kältemittel | Füllmenge | GWP-Wert | CO₂-Äquivalent |
|---|---|---|---|
| R410A | 5 kg | 2.088 | 10,44 t CO₂e |
| R134a | 5 kg | 1.430 | 7,15 t CO₂e |
| R32 | 5 kg | 675 | 3,38 t CO₂e |
| R404A | 5 kg | 3.922 | 19,61 t CO₂e |
Mit dem GWP-Rechner berechnen Sie das CO₂-Äquivalent Ihres Kältemittels innerhalb weniger Sekunden und erhalten nicht nur ein Ergebnis, sondern eine praktische Handlungsempfehlung.
GWP-Werte der wichtigsten Kältemittel
Der GWP-Wert (Global Warming Potential) entscheidet darüber, wie stark sich ein Kältemittel auf das Klima auswirkt – und kann gleichzeitig Einfluss darauf haben, welche Anforderungen für Ihre Anlage gelten.
Warum das wichtig ist? Weil nicht die reine Füllmenge ausschlaggebend ist. Bereits wenige Kilogramm eines Kältemittels mit hohem GWP-Wert können dazu führen, dass Schwellenwerte der F-Gas-Verordnung überschritten werden. Daraus können beispielsweise zusätzliche Prüf-, Dokumentations- oder Wartungspflichten entstehen.
Die folgende Tabelle zeigt die GWP-Werte häufig verwendeter Kältemittel:
| Kältemittel | GWP-Wert |
|---|---|
| R404A | 3.922 |
| R410A | 2.088 |
| R407C | 1.774 |
| R134a | 1.430 |
| R32 | 675 |
| R290 (Propan) | 3 |
| R600a (Isobutan) | 3 |
| R744 (CO₂) | 1 |
Praxis-Tipp: Zwei Anlagen mit derselben Kältemittelfüllung können völlig unterschiedliche Verpflichtungen erfüllen müssen. Entscheidend ist nicht nur die Menge des Kältemittels, sondern vor allem dessen GWP-Wert.
Ab wann ist eine Anlage prüfpflichtig?
Eine Prüfpflicht entsteht oft früher, als viele Betreiber vermuten. Entscheidend ist nicht allein, wie viele Kilogramm Kältemittel in Ihrer Anlage enthalten sind, sondern welches CO₂-Äquivalent daraus entsteht. Genau hier kann ein hoher GWP-Wert schnell zum Problem werden. Und deshalb haben wir den GWP-Rechner entwickelt.
Denn Unwissenheit schützt Sie leider nicht und schon eine scheinbar geringe Kältemittelfüllung kann dazu führen, dass gesetzliche Schwellenwerte der F-Gas-Verordnung überschritten werden und regelmäßige Dichtheitsprüfungen, Dokumentationspflichten und weitere Anforderungen relevant werden.
Relevante Schwellenwerte im Überblick
| CO₂-Äquivalent der Anlage | Anforderungen* |
|---|---|
| 🟢 unter 5 t CO₂e | in der Regel keine regelmäßige Dichtheitsprüfung |
| 🟡 ab 5 t CO₂e | regelmäßige jährliche Dichtheitsprüfung, durch zertifizierten Betrieb |
| 🟠 ab 50 t CO₂e | häufigere Dichtheitsprüfungen mit rund alle halbe Jahre, durch zertifizierten Betrieb |
| 🔴 ab 500 t CO₂e | zusätzliche Pflichten wie vierteljährliche Prüfung durch einen zertifizierten Betrieb inkl. Leckage-Erkennungssysteme |
*Die tatsächlichen Vorgaben hängen von der jeweiligen Anlage und den geltenden gesetzlichen Vorgaben ab.
Für Betreiber ist diese Einordnung wichtig, weil versäumte Prüfungen oder fehlende Nachweise später unnötigen Aufwand verursachen können. Wer seine Schwellenwerte kennt, kann Wartungen, Dichtheitsprüfungen und Dokumentation rechtzeitig planen – statt erst zu reagieren, wenn eine Kontrolle, Störung oder Nachforderung entsteht.
Bin ich von der F-Gas-Verordnung betroffen?
Viele Betreiber gehen davon aus, dass die F-Gas-Verordnung nur große Industrie- oder Kälteanlagen betrifft. Tatsächlich können jedoch auch Klimaanlagen in Bürogebäuden, Banken, Arztpraxen, Hotels, Seniorenheimen, Wohnanlagen oder Wärmepumpen in Gewerbeimmobilien von den Auflagen betroffen sein.
Mit den folgenden Fragen können Sie schnell einschätzen, ob für Ihre Anlage Prüf-, Dokumentations- oder Wartungspflichten relevant sein könnten:
Prüfen Sie die folgenden Punkte:
✔ Betreiben Sie eine Kälteanlage, Klimaanlage oder Wärmepumpe?
✔ Enthält die Anlage ein fluoriertes Kältemittel wie R410A, R134a, R407C oder R32?
✔ Liegt das berechnete CO₂-Äquivalent aus dem GWP-Rechner über den gesetzlichen Schwellenwerten?
✔ Werden Dichtheitsprüfungen und Wartungen regelmäßig dokumentiert?
Wenn Sie mehrere Fragen mit „Ja“ beantworten können, sollten die Anforderungen Ihrer Anlage näher geprüft werden.
Unsicher, ob Ihre Anlage betroffen ist?
Wir von Roter Kältetechnik unterstützen Sie bei der Bewertung Ihrer Anlage sowie bei Fragen zur F-Gas-Verordnung, Dichtheitsprüfung und Dokumentation.
Betreiberpflichten nach der F-Gas-Verordnung
Im Alltag geraten Prüfberichte, Wartungsnachweise oder Dokumentationen schnell in den Hintergrund. Spätestens bei einer Kontrolle, einer Störung oder einem Betreiberwechsel zeigt sich jedoch, wie wichtig vollständige Unterlagen und regelmäßige Prüfungen sind.
Die gute Nachricht: Sie müssen nicht jede Vorschrift im Detail kennen. Wichtig ist vor allem, dass Ihre Anlage regelmäßig geprüft wird, Nachweise vollständig vorliegen und mögliche Mängel frühzeitig erkannt werden. So schaffen Sie Sicherheit für Ihr Unternehmen, Ihre Immobilie und Ihre technische Anlage.
Typische Betreiberpflichten
| Betreiberpflicht | Beschreibung |
|---|---|
| Dichtheitsprüfung | Regelmäßige Kontrolle auf Kältemittelverluste |
| Dokumentation | Nachweis über Prüfungen und Wartungen |
| Leckagen beheben | Undichtigkeiten müssen fachgerecht beseitigt werden |
| Nachkontrolle | Überprüfung nach einer Reparatur |
| Wartung | Regelmäßige Inspektion der Anlage |
Viele unserer Kunden möchten sich nicht mit jeder einzelnen Vorschrift beschäftigen. Sie möchten vor allem sicher sein, dass Prüfungen durchgeführt, Nachweise vollständig dokumentiert und mögliche F-Gase Vorschriften rechtzeitig erkannt werden.
Genau dabei unterstützen wir Sie – von der Dichtheitsprüfung über die Wartung bis hin zur nachvollziehbaren Dokumentation Ihrer Anlage.

Ihr Ansprechpartner für Dichtheitsprüfungen und Betreiberpflichten in Hannover und Niedersachsen
Seit über 80 Jahren unterstützen wir Unternehmen, Hausverwaltungen, Gewerbeimmobilien und öffentliche Einrichtungen bei der Einhaltung der Anforderungen der F-Gas-Verordnung. Ob Kälteanlage, Klimaanlage oder Wärmepumpe, wir begleiten unsere Kunden von der ersten Bewertung über Dichtheitsprüfungen bis zur laufenden Wartung und Dokumentation.
FAQ: Häufige Fragen zum GWP-Rechner und zur F-Gas-Verordnung
Was ist das CO₂-Äquivalent (CO₂e)?
Das CO₂-Äquivalent beschreibt das Treibhauspotenzial eines Kältemittels im Vergleich zu CO₂. Ein Kilogramm R-404A entspricht beispielsweise 3.922 kg CO₂. Die Berechnung erfolgt durch: CO₂e (t) = GWP × Füllmenge (kg) ÷ 1.000
F-Gasverordnung (EU) 2024/573: Die wichtigsten Änderungen
Die neue F-Gasverordnung von 2024 verschärft die Anforderungen an Kälteanlagen:
- Ab 5 Tonnen CO₂e:Jährliche Dichtheitsprüfung durch zertifizierten Betrieb
- Ab 50 Tonnen CO₂e:Halbjährliche Kontrollen erforderlich
- Ab 500 Tonnen CO₂e:Vierteljährliche Prüfungen + Leckage-Erkennungssystem
Welche Kältemittel kann ich berechnen?
Unser F-Gas Rechner unterstützt alle gängigen Kältemittel:
- Synthetische Kältemittel:R-23, R-32, R-125, R-134a, R-143a, R-404A, R-407C, R-410A, R-507A
- Neue klimafreundliche Kältemittel:R-1234yf, R-1234ze
- Natürliche Kältemittel:R-290 (Propan), R-600a (Isobutan), R-717 (Ammoniak), R-744 (CO₂)
Warum ist die CO₂e-Berechnung wichtig?
Die Berechnung des CO₂-Äquivalents ist gesetzlich vorgeschrieben und bestimmt:
- Häufigkeit der Dichtheitsprüfungen
- Dokumentationspflichten
- Meldepflichten gegenüber Behörden
- Bußgelder bei Nichteinhaltung (bis zu 50.000 € pro Verstoß gemäß ChemKlimaschutzV)
Ist der GWP-Wert-Rechner kostenlos?
Ja, unser F-Gas CO₂e-Rechner ist vollständig kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar.
Wie genau ist die Berechnung?
Der Rechner verwendet die offiziellen GWP-Werte der F-Gasverordnung (EU) 2024/573 und liefert exakte Ergebnisse.
Kann ich das Ergebnis speichern?
Ja, Sie können das Ergebnis als PDF exportieren und für Ihre Dokumentation verwenden.
Wo finde ich das verwendete Kältemittel meiner Anlage?
Das verwendete Kältemittel ist häufig auf dem Typenschild der Anlage angegeben. Alternativ finden Sie die Information in den technischen Unterlagen, Wartungsprotokollen oder Anlagendokumentationen.
Gilt die F-Gas-Verordnung auch für Wärmepumpen?
Ja. Viele Wärmepumpen enthalten fluorierte Kältemittel und können daher unter die Auflagen der F-Gas-Verordnung fallen. Entscheidend sind das verwendete Kältemittel und das daraus resultierende CO₂-Äquivalent.
Wer darf eine Dichtheitsprüfung durchführen?
Dichtheitsprüfungen dürfen grundsätzlich nur von entsprechend qualifizierten und zertifizierten Fachkräften durchgeführt werden. Die genauen Auflagen ergeben sich aus den geltenden gesetzlichen Vorgaben.
Was passiert bei einer undichten Kälte- oder Klimaanlage?
Tritt Kältemittel aus, sollte die Ursache möglichst schnell durch einen Fachbetrieb festgestellt und behoben werden. Je nach Anlage können zusätzliche Prüfungen oder Dokumentationen erforderlich sein.
Muss ich die Ergebnisse von Dichtheitsprüfungen dokumentieren?
Ja. Betreiber sind in vielen Fällen verpflichtet, Prüfungen, Wartungen und Arbeiten an der Anlage nachvollziehbar zu dokumentieren und entsprechende Nachweise aufzubewahren.
Was passiert, wenn Betreiberpflichten nicht eingehalten werden?
Wer vorgeschriebene Prüfungen oder Dokumentationen versäumt, riskiert bei Kontrollen Beanstandungen und zusätzlichen Aufwand. Deshalb empfiehlt es sich, die Vorgaben regelmäßig überprüfen zu lassen und die erforderlichen Nachweise aktuell zu halten.